Cholera ist eine der tödlichsten Krankheiten der Menschheitsgeschichte. Man stelle sich vor morgens aufzuwachen, sich mehrmals zu übergeben. Dann folgt explosiver Durchfall und in unter eine Woche ist man tot. Das war das Schicksal von hunderttausenden in den Metropolen des 19. Jahrhunderts.
So viele Menschen lebten auf einem Haufen und Kanailsation war dermaßen rudimentär, dass dieses sich im Wasser vebreitende Bakterium leichtes Spiel hatte. Sobald einmal die Infektion eintritt, stirbt man innerhalb weniger Tage an massivem Mangel an Wasser und Elektrolyten mit zusätzlichem Nierenversagen.
Damals glaubten viele Ärzte noch an die sogenannte Miasma-Theorie: Krankheiten wie Cholera sollten durch „schlechte Luft“ oder üble Gerüche entstehen.
Hier kommt John Snow ins Spiel und vielleicht die Geburt der Epidemiologie. Was wäre wenn Krankheiten sich über oberflächen, Wasser oder die Luft ausbreiten?
Das war für ihn ein starkes Indiz: Nicht die Luft schien das Problem zu sein, sondern das Wasser aus dieser Pumpe im Bild oben.
Besonders interessant waren die Ausnahmen. In der Gegend gab es beispielsweise Menschen, die kaum Cholera bekamen und ihr Wasser aus anderen Quellen bezogen. Solche Beobachtungen stärkten Snows Theorie zusätzlich.
Prägnanterweise zerstörte er persönlich die Pumpe indem er den Griff entfernte. Keine weiteren Einwohner konnten sich Wasser dort holen.
Danach ging die Epidemie zurück!
Das faszinierende Ist dass all dies passierte ohne dass er jemals erfahren würde, dass es Bakterien überhaupt gibt. Gerade dieser Wiederspruch und die große Tragweite von Hygiene für die Population halte ich für sehr spannend!

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